Tag 3: eins, zwei, Polizei

Die zweite Nacht im Zelt habe ich nicht so gut verbracht wie die erste, weil ich mir einen schlechten Platz für das Zelt ausgesucht habe. Einerseits hatte eine Strassenlampe die ganze Nacht auf mein Zelt geleuchtet, andererseits habe ich mein Zelt so ausgerichtet, dass ich mit einer leichten Neigung, mit dem Kopf nach unten, schlafen musste. Trotzdem konnte ich die ersten Kilometer, vom Campingplatz bis nach Davos und weiter, ohne irgendwelche Probleme bewältigen .

Doch als ich die Abfahrt der Strasse nach Klosters in Angriff nahm, fingen die Probleme an. Nach den ersten zwei bis drei Kilometern fuhr mir ein Streifenwagen der Polizei entgegen und dabei gab mir der beifahrende Polizist ein Handzeichen, dass ich spinne. Als ich mich umdrehte, um den Wagen zu beobachten, habe ich gesehen, dass er umdreht. Also bin ich schon an den Strassenrand gefahren. Bei mir angekommen, erklärten sie mir wie gefährlich es sei (was auch wahr ist). Zudem sei es nur auf Nebenstrassen und Trottoirs erlaubt, mit dem Board zu fahren. Also musste ich dann 2,5 Stunden nach Klosters wandern, in nicht ganz so geeigneten Schuhen. Von Klosters aus bin ich auf einen Fahrradweg gegangen, was mir die Polizisten empfohlen/befohlen haben. Doch der Weg wurde schnell zu einem Kiesweg und ich musste wieder laufen. Bei einem Versuch, wieder auf die Hauptstrasse zu gelangen, habe ich mich im Wald verlaufen, weil ich von dem kleinen Wanderweg abgekommen bin, den ich ursprünglich genommen hatte. Am Schluss bin ich einen Hang runter gerutscht und gefallen und bin wieder auf den Fahrradweg gekommen. Als ich endlich wieder auf einer asphaltierten Strasse gelandet bin, gab mein Handy den Geist auf und ich musste mich per Orientierungssinn und Strassenschildern zurecht finden. Nach ein paar unsicheren Kilometern habe ich einen Fahrradweg gefunden, der mich nach Landquart geführt hat. Leider hatte auch dieser mehrmals Abschnitte, die mit Kies bedeckt waren und ich musste wieder gehen. Andere Abschnitte waren dagegen traumhaft.

Schlussendlich habe ich trotz allen erlebten Strapazen zum Campingplatz gefunden, und nun schreibe ich gerade diesen Text, während ich eine kleine Maus beobachte.

Die wunderschöne Farbe des Davoser Sees, musste ich einfach auf einem Bild festhalten.
Das ist der Wanderweg, der irgendeinmal gar nicht mehr vorhanden war.
So sah mein Schuh aus, als ich wieder den Fahrradweg gefunden habe.
So sieht ein Schuh aus nach 3 Tagen Graubünden

3 Kommentare zu „Tag 3: eins, zwei, Polizei

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  1. Uff, unglaublicher Tag und sehr spannend beschrieben! Da läuft ja einiges…wirst du wohl nicht so schnell vergessen! Lass dich ja nicht entmutigen, weiter so!

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