Tag 10: Längster und schmerzvollster Tag

Was ich gestern  vor lauter Müdigkeit vergessen habe zu erwähnen, ist, dass ich auf dem Boot meines Vaters in Gletterens geschlafen habe. Unten sieht man noch ein Bild.

Nun zum heutigen Tag. Kurz nach neun Uhr bin ich gestartet und bin ziemlich schnell und ohne Zwischenfall nach Estavayer gekommen. Danach musste ich einige Kilometer durch den Wald gehen, was aber noch schön war. Aber durch das Laufen hat mein Fuss dann schon angefangen zu schmerzen. Doch auch mit Schmerzen bin ich bis nach Yverdon gekommen. Von dort an hat mein Kampf angefangen. Kurz ausserhalb der Stadt habe ich meinen ersten Sturz gehabt, bei dem ich mir aber nur kleine Schürfwunden an der Hand und am Knie geholt habe.Der Sturz war jedoch nicht durchTempo oder Risiko verursacht worden, sondern weil ich mit etwa fünf km/h auf meinem Handy den Weg nachgeschaut habe und dabei in ein Loch am Strassenrand gefahren bin, was zusätzlich auch eine grosse Pfütze war. Dadurch wurde ich vom Board in die nächste Pfütze geschleudert. Mein Handy habe ich auch ins Dreckwasser geworfen, doch dem ist nichts passiert. Nachdem ich mich wieder gesäubert und mein Handy getrocknet habe, entdeckte ich ein Akrobatikflugzeug am Himmel, dass ganz viele Loopings und Schrauben geflogen ist. Beim losfahren habe ich plötzlich einen akuten und stechenden Schmerz in meinem Fuss gespürt,mit dem ich angebe. Danach konnte ich den Fuss kaum mehr belasten. Ich habe eine Pause gemacht und ein Schmerzmedikament genommen, aber ich hatte immer noch Schmerzen . Also habe ich mir einen Stock gesucht, den gegen einen Baum geschlagen, bis er die richtige Grösse hatte, und mich dann mittels Stock fortbewegt. Mit dieser Technik musste ich dann noch fast 40 Kilometer fahren. Insgesamt habe ich heute also etwas mehr als 80 Kilometer gemacht, von Gletterens bis nach Morges. Von Morgens um neun bis Abends um acht war ich unterwegs und habe mich durchgekämpft.

Wieder einmal hatte ich zu wenig Akku, darum  ging ich bei einem Lebensmittelmarkt  Getränke kaufen,die mir auch ausgegangen sind, und habe nett gefragt, ob ich mein Telefon laden könne und ihnen mein Problem erklärt. Beim Verabschieden,  haben sie mir sogar noch zwei Weggli und ein Schokoladengipfeli geschenkt, als Stärkung für auf den Weg.

Es war wirklich ein sehr harter, anstrengender und langer Tag.

Ein schöner Platz in Yverdon
Estavayer aus der Ferne, nachdem ich es durchquert habe

Hier das schöne Boot, auf dem ich geschlafen habe, die „DaiDai“

4 Kommentare zu „Tag 10: Längster und schmerzvollster Tag

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  1. go go go for it! ich wünsche dir einen guten Tag heute! Das Ziel ist nicht mehr fern:-) , hoffe, du kannst die Fahrt noch in vollen Zügen geniessen..häb Sorg!..Tom

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  2. Uj das tönt ja krass. Ich hoffe dein Fuss hat sich über Nacht etwas erholt und du kannst das letzte Stück auch noch etwas geniessen. Jetzt ist das Ziel nicht mehr fern. Do it💪

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  3. Hallo lieber Loïc
    Du leistest Grandioses. Wir sind Dir eigentlich auf den Felsen mit den Velos und holen dich unter keinen Umständen ein.
    Wir können live nachvollziehen welche Strapazen Du durchmachst und wir sind wirklich sehr stolz auf Deine Leistung und Deinen Durchhaltewillen.
    Bleib dran und gesund!
    Oski und Familie

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